Freitag, 10. August 2012

07./08.08.12 Querfeldein durch die tschechische Walachei!


Ausgeschlafen und voller Tatendrang starteten wir Dienstag am späten Vormittag unsere Tour nach Prag.  380km standen auf dem Navi und los ging´s. Nach knapp 200km legten wir in Dresden  eine kleine Pullerpause ein. Da wir uns die Maut in Tschechien sparen wollten und man so ja auch viel mehr von der Landschaft hat, führte uns das Navi über Bad Schandau und schließlich über die tschechische Grenze. Plötzlich ein grelles rotes Licht, ein kurzer Schrei! NEIN! Ein Blitzer! Der kann uns mit unserem Bulli aber auch nur in einer 30er Zone zum Verhängnis werden. Zum Glück werden die Beifahrer ja immer unkenntlich gemacht, meine Gesichtszüge sind vor lauter Schreck, glaube ich ziemlich entglitten!

Zu diesem Zeitpunkt freuten wir uns noch, wie schön die Landschaft ist und dass man sowas sonst gar nicht zu Gesicht bekommt, wenn man über die Autobahn düst. Das sollte sich aber bald ändern. Je weiter wir im „tschechischen Sumpf“ versunken, desto schlimmer wurden die Straßen. Straßennummern die in die tauschenden gingen, medizinballgroße Schlaglöcher (und mind. genauso tief) und 12% Steigung machten die restliche Strecke nach Prag zu einer Tortur. Wenn die meisten von euch Björn als sehr ruhigen und entspannten Zeitgenossen kennen und lieben, diese Strecke hat ihn seine gute Kinderstube vergessen lassen. Soviele Kraftausdrücke habt ihr aus seinem Mund noch nicht gehört. Man sollte sich also gut überlegen, ob man nicht doch lieber die Autobahnmaut zahlt … Nichtsdestotrotz hat unser kleines Baby gut durchgehalten, auch wenn wir teilweise mit 20km/h den Berg hochgekrochen sind. 

Endlich in Prag angekommen fuhren wir zum auserwählten Stellplatz und siehe da, es war natürlich kein Platz mehr für uns und plötzlich standen wir vor einer verschlossenen Schranke. Das kommt davon wenn man einfach so auf Stellplätze fährt. Aber wenn man nett fragt und lächelt dann wird einem ja bekanntlich auch gern geholfen und so „befreite“ uns eine andere Camperin aus dieser misslichen Lage. Ein neuer Stellplatz musste also her. Vorbereitung ist das halbe Leben und so hatte ich natürlich noch andere Stellplätze rausgesucht. Nach einer weiteren Stunde durch Prag (das Navi bräuchte mal ein Update) fanden wir endlich einen schönen Stellplatz direkt an der Moldau. Tisch raus, Stühle aufgeklappt und Abendbrot essen. Wir haben uns selten so auf ne Stulle und Tomaten gefreut.
Am nächsten Morgen mussten wir feststellen wie gut wir dieses Jahr doch vorbreitet sind. Kein Vergleich zur letzten Tour. Wir haben einen super Gaskocher/-grill , eine Toastauflage, Wäscheleine und und und. Dafür dass wir mit nem T3 unterwegs sind, campen wir schon auf ziemlich hohem Niveau (zumindest höher als letztes Jahr). 

Nach einem grandiosen Frühstück machten wir uns auf in die Stadt. Der eigentliche Plan war es mit dem Fahrrad zu fahren, aber da die Tschechen ziemlich rücksichtslose Autofahrer sind und es so gut wie keine Radwege gibt, haben wir uns dann doch für die Tram entschieden.  Wir schlenderten über die Karlsbrücke, die wir uns ehrlich gesagt etwas spektakulärer vorgestellt haben, durch die süßen kleinen Gässchen der Altstadt, aßen überteuertes, aber trotzdem sehr leckeres Mittag und genossen das gute Wetter im Park. Rundum ein sehr schöner  Tag. Prag ist wirklich eine Reise wert. Wieder auf dem Stellplatz, genehmigten wir uns ein kühles Alster mit Blick auf die Moldau und spielten eine Partie Halma.
Heute Morgen haben wir in Ruhe alles zusammengepackt und sind nun auf dem Weg nach Österreich, wo wir die nächsten Tage verbringen werden.

Wir halten euch auf dem Laufenden …

 
 
 

4 Kommentare:

Toni hat gesagt…

Moinsen! Das hört sich ja ziemlich interessant an. Ich würd ja gern mal sehen, wenn Björn zum Mecker Fred mutiert. Wieviel BPM schafft er denn?

Jani hat gesagt…

Toni, glaub mir .. das willst du nicht! ;)

Toni hat gesagt…

Wird er dann auch so grün wie der Hulk? :-)

Jani hat gesagt…

nein, aber dampf kommt aus den ohren .. :)