Ausgeschlafen und voller Tatendrang starteten wir Dienstag
am späten Vormittag unsere Tour nach Prag.
380km standen auf dem Navi und los ging´s. Nach knapp 200km legten wir
in Dresden eine kleine Pullerpause ein.
Da wir uns die Maut in Tschechien sparen wollten und man so ja auch viel mehr
von der Landschaft hat, führte uns das Navi über Bad Schandau und schließlich
über die tschechische Grenze. Plötzlich ein grelles rotes Licht, ein kurzer
Schrei! NEIN! Ein Blitzer! Der kann uns mit unserem Bulli aber auch nur in
einer 30er Zone zum Verhängnis werden. Zum Glück werden die Beifahrer ja immer
unkenntlich gemacht, meine Gesichtszüge sind vor lauter Schreck, glaube ich ziemlich
entglitten!
Zu diesem Zeitpunkt freuten wir uns noch, wie schön die Landschaft
ist und dass man sowas sonst gar nicht zu Gesicht bekommt, wenn man über die
Autobahn düst. Das sollte sich aber bald ändern. Je weiter wir im
„tschechischen Sumpf“ versunken, desto schlimmer wurden die Straßen.
Straßennummern die in die tauschenden gingen, medizinballgroße Schlaglöcher
(und mind. genauso tief) und 12% Steigung machten die restliche Strecke nach
Prag zu einer Tortur. Wenn die meisten von euch Björn als sehr ruhigen und
entspannten Zeitgenossen kennen und lieben, diese Strecke hat ihn seine gute
Kinderstube vergessen lassen. Soviele Kraftausdrücke habt ihr aus seinem Mund
noch nicht gehört. Man sollte sich also gut überlegen, ob man nicht doch lieber
die Autobahnmaut zahlt … Nichtsdestotrotz hat unser kleines Baby gut
durchgehalten, auch wenn wir teilweise mit 20km/h den Berg hochgekrochen sind.
Endlich in Prag angekommen fuhren wir zum auserwählten
Stellplatz und siehe da, es war natürlich kein Platz mehr für uns und plötzlich
standen wir vor einer verschlossenen Schranke. Das kommt davon wenn man einfach
so auf Stellplätze fährt. Aber wenn man nett fragt und lächelt dann wird einem
ja bekanntlich auch gern geholfen und so „befreite“ uns eine andere Camperin
aus dieser misslichen Lage. Ein neuer Stellplatz musste also her. Vorbereitung
ist das halbe Leben und so hatte ich natürlich noch andere Stellplätze
rausgesucht. Nach einer weiteren Stunde durch Prag (das Navi bräuchte mal ein
Update) fanden wir endlich einen schönen Stellplatz direkt an der Moldau. Tisch
raus, Stühle aufgeklappt und Abendbrot essen. Wir haben uns selten so auf ne
Stulle und Tomaten gefreut.
Am nächsten Morgen mussten wir feststellen wie gut wir
dieses Jahr doch vorbreitet sind. Kein Vergleich zur letzten Tour. Wir haben
einen super Gaskocher/-grill , eine Toastauflage, Wäscheleine und und und.
Dafür dass wir mit nem T3 unterwegs sind, campen wir schon auf ziemlich hohem
Niveau (zumindest höher als letztes Jahr).
Nach einem grandiosen Frühstück machten wir uns auf in die
Stadt. Der eigentliche Plan war es mit dem Fahrrad zu fahren, aber da die
Tschechen ziemlich rücksichtslose Autofahrer sind und es so gut wie keine
Radwege gibt, haben wir uns dann doch für die Tram entschieden. Wir schlenderten über die Karlsbrücke, die
wir uns ehrlich gesagt etwas spektakulärer vorgestellt haben, durch die süßen
kleinen Gässchen der Altstadt, aßen überteuertes, aber trotzdem sehr leckeres
Mittag und genossen das gute Wetter im Park. Rundum ein sehr schöner Tag. Prag ist wirklich eine Reise wert.
Wieder auf dem Stellplatz, genehmigten wir uns ein kühles Alster mit Blick auf
die Moldau und spielten eine Partie Halma.
Heute Morgen haben wir in Ruhe alles zusammengepackt und
sind nun auf dem Weg nach Österreich, wo wir die nächsten Tage verbringen
werden.
Wir halten euch auf dem Laufenden …



4 Kommentare:
Moinsen! Das hört sich ja ziemlich interessant an. Ich würd ja gern mal sehen, wenn Björn zum Mecker Fred mutiert. Wieviel BPM schafft er denn?
Toni, glaub mir .. das willst du nicht! ;)
Wird er dann auch so grün wie der Hulk? :-)
nein, aber dampf kommt aus den ohren .. :)
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