Nach einer anstrengenden gestrigen Fahrt an den Wörther See,
kamen wir am späten Nachmittag in Rosegg an. Im ADAC Stellplatzführer wird
dieser Stellplatz mit einem besonders schönen Blick beworben und damit wurden
wir dann tatsächlich belohnt. Ein direkter Blick auf die schneebedeckten Gipfel
der Karawanken ist schon was Feines. Da Björn und auch Mr. Ti gestern an ihre
Grenzen gestoßen sind, entschieden wir uns 100km vor´m Ziel –Gott sei
Dank- doch für eine Vignette. Diese 8
Euro hätten wir schon eher investieren sollen. Aus Fehlern lernt man und
deshalb kaufen wir uns für Slowenien direkt eine.
Kurz nach unserer Ankunft schwangen wir uns auf die Räder und radelten zum 4km entfernten Wörther See. Ein wirklich sehr schöner See, doch das dort ansässige Klientel ist etwas anstrengend. Reiche Schnösel in weißen Hosen, Luxuskarossen und absolute Arroganz waren ziemlich nervig und die Tatsache, dass es jede Kneipe, Café, Restaurant bzw. Strandbad. direkt am Wasser sich das Baden teuer bezahlen lässt, kam als i-Tüpfelchen oben drauf. Da vermisst man dann doch die gute alte Mecklenburgische Seenplatte ... Den Frust ertranken wir mit einem kühlen Blonden und einer Calzone im Rosegger Dorfitaliener.
Da die Fahrt ziemlich geschlaucht hat, entschieden wir uns
dazu, auch den heutigen Tag im schönen Kärnten zu verbringen und möglicherweise
einen Camping- bzw. Stellplatz direkt am See zu finden. Bevor wir den nächsten
MC Donalds aufsuchten (free WiFi), um das World Wide Web zu durchstöbern,
legten wir einen Stopp an der gegenüberliegenden Tankstelle ein, um die
vorderen Weißwandringe abzubauen. Warum? Bei den täglichen Check-up´s, die
Björn vor uns nach jeder Tour durchführt, viel im auf, dass der vordere rechte
Weißwandring den vielen Bergen und
Kurven zum Opfer gefallen ist (siehe Foto). Damit dieser sich während der
nächsten Fahrt nicht komplett löst und unserem Hintermann um die Ohren fliegt,
demontierten ihn und seinen Bruder gleich mit. Endlich geschafft, saßen wir mit
einem O-Saft und Obstsalat auf der Terrasse von MC Donalds und konnten uns nun
um einen neuen Stellplatz kümmern. Schnell stellten wir fest, dass die Plätze
direkt am See über Budget etwas überstiegen und so machten wir auch dahinter
einen Haken und googleten „kostenlose Badestellen am Wörther See“. Gefunden uns
ab ging´s. Auf der Suche nach der besagten Badestelle, fuhren wir am Südufer
des Wörther Sees unter andrem durch Reifnitz und durften das Wahrzeichen des
legendären und alljährlichen Wörther See Tuning-Treffens, den in Stein
gemeißelten Golf II GTI, bestaunen. Für ein Foto, auf dem Björn mit dem Golf posiert hätte, blieb „leider“ keine
Zeit. Diese
„Badestelle“ eignete sich jedoch lediglich zum Baden. Zum liegen bzw. sonnen
war der kleine steile Grünstreifen zwischen Straße und See leider nicht zu
gebrauchen. Die hervorragende Wasserqualität machte aber so gut wie alles wett
und so plantschten wir etwas und tranken noch einen Kaffee am gegenüberliegenden
Rastplatz.
Da wir keinen neuen Stellplatz gefunden haben bzw. keinen
der in unserer Preisklasse liegt, fuhren wir wieder nach Rosegg und genießen
für den Rest des Tages den schönen Ausblick auf´s Gebirge. Jetzt heißt es
relaxen, Nägel lackieren und Kräfte für die morgige Geburtstagstour nach
Kroatien sammeln.
1 Kommentar:
Lang nichts gehört....... Kroatien gefällt Euch wohl so gut, dass Ihr keine Zeit mehr zum Schreiben findet...?! Vergesst nicht den Ausflug zu den Plitvizer Seen!! Tain.
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